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Schmerztherapie.

Was bedeutet Schmerz überhaupt?

Zu allererst ist Schmerz überlebenswichtig!

Er dient als Warnsignal und hat die Aufgabe, den Körper zu schützen, indem er z.B. auf eine Verletzung oder eine drohende Schädigung des Gewebes hinweist.

Dem Schmerz geht in der Regel ein Reiz voraus, er ist lokal und meist zeitlich begrenzt. Diese Art von Schmerz wird als akuter Schmerz bezeichnet

Bestehen die Schmerzen aber über einen längeren Zeitraum (mind. 3-6 Monate) und die betroffenen Patienten sind physisch (Mobilitätsverlust und Funktions-einschränkung), psychisch-kognitiv (Befindlichkeit, Stimmung und Denken) und sozial beeinträchtigt. Spricht man von chronischem Schmerz.

Ein wenig komplizierter wird es wenn das sogenannte Schmerzgedächtnis entsteht. Das Nervensystem wird durch ständige Schmerzreize überempfindlich und reagiert dann selbst auf harmlose Reize, mit einem Schmerzsignale. Das körpereigene Schmerzkontrollesystem kann das Geschehen nicht mehr ausreichend dämpfen und kontrollieren.

Darum laufen Patienten mit chronischen Schmerzen oft von Arzt zu Arzt, ohne dass eine direkte Ursache diagnostizierbar ist. Dies bedeutet aber nicht, dass die Patienten sich die Schmerzen einbilden oder Simulanten sind.

Auch im Bereich der Kinder treten  chronische Schmerzen sehr häufig auf. Etwa 5% aller Kinder unter 14 Jahren leiden unter chronischen Schmerzerkrankungen.

Diese Schmerzerkrankungen sind gerade im frühen Kindesalter sehr ungünstig für die Entwicklung des Kindes.

Wir wirkt Schmerz auf ein Kind?

  • Schmerz erschwert die motorische Entwicklung
  • Schmerzen führen zu  Schwierigkeiten psychischer und mentaler Entwicklung.
  • Schmerzerkrankungen führen zu Fehlzeiten in der Schule
  • Schmerzen führen zu sozialen Entwicklungsproblemen

Welche Schmerzformen treten häufig bei Kindern auf?

  1. Kopfschmerzen
  2. Bauchschmerzen
  3. Rückenschmerzen
  4. Dystrophische Erkrankungen (degenerative Entwicklungsstörungen)
  5. Rheumatische Erkrankungen

Die medizinische Diagnostik bringt einige Schwierigkeiten mit sich.

Oft ist die Diagnostik unsicher und findet unter starkem Druck durch die Eltern statt

Die Kommunikation ist oft eingeschränkt, dass fassen des Schmerzes in Worte ist für Kinder sehr schwierig.

Wenn eine Erkrankung keinen Namen hat heißt es nicht, das es keine Ursache gibt -> auch Kinder können ein Schmerzgedächtnis entwickeln

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